|
|||
Behandlungszentrum Vogtareuth Arztbericht vom 01.02.2008 Diagnose: Femurhypoplasie-Gesichtsdysmorphie-Syndrom mit multiplen Kontrakturen der unteren Extremitäten Therapie: intensive Manualtherapie zur Kontrakturbehandlung, orthopädietechnische Neuversorgung unter tgl. Die stationäre Aufnahme erfolgt zur intensiven Manualtherapie zur Kontrakturbehandlung einerseits, anderseits zur Orthoprothesenversorgung bei Femurhypoplasie-Gesichtsdysmorphie-Syndrom mit multiplen Kontrakturen der unteren Extremität. Anamnese: Bisher wurde nach Vojta geturnt, seit kurzem Bobath sowie Manualtherapie. Die sprachliche Entwicklung scheint etwas verzögert wegen der o.g. Hörproblematik. Befund: Im Sitzen zeigt sich eine großbogige rechtskonvexe thoralcolumbale Seitausbiegung, gut flexibel. Im gehaltenen Stand steht Lea auf dem rechten Fuß, der dabei nach medial abknickt. Der linke Fuß wird kaum belastet und steht in Spitzfuß zum Ausgleich der Längendifferenz. Therapie und Verlauf: Nachdem die Schienenversorgung ärztlich überprüft worden war, die Patientin gut mit der Neuversorgung vertikalisiert werden konnte und die Eltern in die häusliche Weiterversorgung eingewiesen worden waren konnten wir die Entlassung mit passgerechter US-Orthese rechts und OS-Orthese links vornehmen. Procedere: Fotoshooting in Vogtareuth:
Lea mit ihren behandelnden Ärzten Hr. Dr. Nader und Fr. Dr. Marx
Lea und ihr Orthopädietechniker Michael Reiter-Haringer Arztbericht vom 08.05.2008 Diagnose: Femurhypoplasie-Gesichtsdysmorphie-Syndrom mit multiplen Kontrakturen der unteren Extremitäten Therapie: intensive Manualtherapie zur Kontrakturbehandlung, orthopädietechnische Schienennachpassung unter tgl. ärztlicher Kontrolle und Die stationäre Aufnahme erfolgt zur intensiven Manualtherapie zur Kontrakturbehandlung einerseits, anderseits zur Orthoprothesenversorgung bei Anamnese: Die Mutter berichtet, dass es nach der ambulanten Schienennachpassung weniger Probleme mit der Ferse in der Schiene gab, jedoch sei in den letzten Tagen wieder eine Rötung aufgetreten. Befund: Im Vergleich zum Vorbefund zeigt sich links eine deutliche bessere Kniestreckung, F/E 130/20/0°; es zeigt sich keine Zunahme der rechtsthorakalen WS-Verkrümmung Therapie und Verlauf: Bei den vorliegenden Befunden begannen wir sofort mit intensiver Manualtherapie zur Kontrakturbehandlung. Des weiteren erfolgten die Notwendigen Abänderungen an der linken Orthese, wobei die Mutter nochmals in die Anziehtechnik eingewiesen wurde. Nachdem die Schienenversorgung ärztlich überprüft worden war, die Patientin gut mit der Modifizierung am Schuh laufen konnte und die Mutter in die häusliche Weiterversorgung eingewiesen worden war, konnten wir die Entlassung mit passgerechter US-Orthese rechts und OS-Orthese links vornehmen. Procedere: Zu Hause sollte die intensive Manualtherapie zur Kontrakturbehandlung dringend fortgeführt werden, ind nächster Zeit dringend spielerische Gangschulung auch und weiterhin Bobath-Therapie. Dringend raten wir auch zu baldigem Beginn mit Logopädie, um den starken Rückstand möglichst bals aufzuholen. Die Orthesenversorgung sollte wie stationär gezeigt angelegt werden; wir bitten um stationäre Wiedervorstellung zur klinischen Kontrolle und Orthesenkontrolle bei Nachpassungsbedürftigkeit, spätestens jedoch in 4 Monaten Arztbericht vom 18.07.2008 Diagnose: Femurhypoplasie-Gesichtsdysmorphie-Syndrom mit multiplen Kontrakturen der unteren Extremitäten Therapie: intensive Manualtherapie zur Kontrakturbehandlung, orthopädietechnische Schienenneuversorgung unter tgl. ärztlicher Kontrolle und Die stationäre Aufnahme erfolgt zur intensiven Manualtherapie zur Kontrakturbehandlung einerseits, anderseits zur Orthoprothesenversorgung bei Anamnese: Die Mutter berichtet, dass die Schienen bds. nicht mehr passen würden, es würden Druckstellen an den Fersen und am Fußrist bestehen; zwischenzeitlich hätte Lea einen stat. Aufenthalt wegen eines schweren Magen-Darminfektes durchgemacht. Befund: Die Oberschenkel-OPS li. kann kaum mehr angezogen werden, sie ist im Oberschenkelbereich zu kurz und deutl. zu eng, auch im Bereich des Fußteiles deutl. zu eng, auf der re. Seite ist ebenfalls das Fußteil massiv zu eng geworden und das Unterschenkelteil zu kurz. Therapie und Verlauf: Bei den vorliegenden klinischen Befunden begannen wir sofort mit intensiver Manualtherapie. Zeitgleich begannen wir mit der orthopädietechnischen Neuversorgung mit US-Orthesen links und OS-OPS rechts, da keine Wachstumsnachpassung mehr möglich war. Es fand nicht nur täglich intensive Krankengymnastik statt, sonderen auch Ergotherapie, wobei der neu angepasste Buggy überprüft wurde. Nachdem die Schienenversorgung schließlich ärztlich überprüft worden war, krankengymnastich ausgetestet worden war und nach mehreren Modifizierungen stundenweise getragen werden konnte, nahmen wir die Entlassung vor. Procedere: Die Schienenversorgung sollte wie stationär besprochen getragen werden, also lediglich stundenweise, dies jedoch steigernd. Wir bitten um Fortführung von intensiver Krankengymnastik, wobei L. weiterhin regelmäßg hingestellt werden sollte und das Gehtraining intensiv fortgeführt werden sollte. Wir bitten um stationäre Wiedervorstellung bei Nachpassungsbedarf, spätestens aber in 6 Monaten. Falls es zwischenzeitlich zu neuen Problemen kommt, bitten wir um eine frühere Wiedervorstellung.
Diagnose: Femurhypolplasie-Gesichtsdysmorphie-Syndrom mit multiplen Kontrakturen der unteren Extremitäten, Aorteninsuffizienz II°, Beckenniere links, Z.n. Gaumenspaltenkorrektur Die stat. Wiederaufnahme erfolgt geplant zur Verlaufskontrolle und Orthesenüberprüfung sowie zur intensiven Manual- und Ergotherapie. Die Vorgeschichte dürfen wir als bekannt voraussetzen. Anamnese: Lea ist mit OS-Orthesen links und US-Orthesen rechts versorgt. Sie kann ohne Orthesen mit Unterstützung stehen und mit Orthesen einige Schritte frei laufen. Die Orthesen sind jedoch zu klein und zu eng geworden. Die Mutter berichtet, dass Lea zu Hause anscheinend immer wieder Rückenschmerzen habe. Es wird jeweils 1x/Wo. Manualtherapie durchgeführt sowie regelmäßig zu Hause, 1x/Wo. Bobath und 1x/Wo. Logopädie. Befund: Mit Unterstützung kann Lea stabil laufen. Sie bevorzugt das seitwärts Laufen, kann aber auch vorwärts laufen. Das Gangbild ist dabei unsicher, links läuft sie vermehrt innenrotiert und rollt ungenügend ab. Mit dem vorwärtigen Rollator knickt sie in der Hüftbeugung stark ab. Therapie u. Verlauf: Bei den vorliegenden klinischen Befunden begannen wir sofort mit intensiver Manualtherapie. Parallel erfolgte die wachstumsbedingte orthopädietechnische Nachpassung der Orthesen. Die Innenrotation und das Abrollen links wurden verbessert. Ein rückwärtiger Rollator wurde ausgetestet, in dem läuft Lea wesentlich stabiler mit geradem Stand. Im Verlauf trat eine Blutung aus dem linken Ohr auf. Ein anschließendes Pädiatrisches Konsil konnte ein akutes Geschehen ausschließen; die Paukenröhrchen sind offen. Nachdem die Orthesenversorgung schließlich ärztlich überprüft worden war und nach mehreren Modifzierungen auch druckstellenfrei passte, konnten wir Lea am 20.02.09 entlassen. Procedere / Empfehlungen: Die Orthesenversorgung sollte weiterhin wie gewohnt getragen werden. Wir bitten um Fortführung der intensiven Manualtherapie mit Dehnungsübung im LWS-Bereich sowie intensiven Gehtraining. Wir bitten mit Vojta Therapie für die Rückenmuskulatur zu beginnen. Wir empfehlen hinsichtlich der Sitzversorgung im Auto ein Rehaautokindersitz und zum Laufen einen rückwärtigen Rollator. Aufgrund der Blutungen aus dem Ohr sollte eine zeitnahe Vorstellung beim Pädiater/HNO-Arzt stattfinden. Die Notwendigkeit einer MRT der Hüften in Narkose wurde mit der Mutter besprochen. Diesbezüglich wurde bereits ein Termin im August vereinbart. |
|||