Hallo alle miteinander,
ich dachte mir ich muss euch dass jetzt mal erzählen. Wir haben im März für Lea einen Rehaautokindersitz bei der Krankenkasse beantragt. Diesen haben wir aufgrund ihrer Skoliose, der Hyperlordose, der schweren Hyftdysplasie, des hypoplastischen Becken und der stark verkürzten Oberschenkel. Sie hat bisher schon zwei speziell angepasste Sitzkissen und den Rehabuggy um ihr das Sitzen zu erleichtern, ihre Haltung zu verbessern, einer Verschlechterung vorzubeugen und Schmerzen zu vermeiden. Aus den selben Gründen beantragten wir einen behindertengerechten Autokindersitz. (wurde natürlich auch verordnet) Anfang Juni waren wir dann beim MDK, der sich nicht einen Arztbericht anschauen wollte und irgendwie nur auf Leas linke Ferse, die zu diesem Zeitpunkt verstärkt im vorhandenen Autositz weh tat, eingegangen. Somit wurde der Autositz dann abgelehnt mit der Begründung, dass der Autositz nicht Ursache für die Schmerzen an der Ferse sei und man die
Orthesen nachbessern sollte. Daraufhin haben wir von den Orthopäden, dem Manual Therapeuten, der Bobath Therapeutin und der Frühförderin etwas bezüglich der Notwendigkeit des Autositzes schreiben
lassen. Am Montag hab ich dann mal wieder bei der Krankenkasse angerufen und die hat mir doch tatsächlich erzählt, dass der MDK schon wieder mit der selben Begründung abgelehnt habe. Oh man hab ich die am Telefon zur Sau gemacht. Sie wollte mir dann erzählen, dass sie ja keine Ärztin sei, ich hab ihr aber klar gemacht, dass wohl auch sie merken müsste, dass der MDK die ganzen Stellungnahmen nicht beachtet hat und sich nur auf diese dämliche Ferse bezieht (mit der wir gar keine Probleme mehr haben, weil Lea neue Orthesen hat) Der MDK will nicht raffen, dass der Autositz aufgrund von ganz oben genannten Faktoren verschrieben wurde. Die Tante von der AOK gibt es jetzt wohl noch mal an den MDK, nachdem ich eine halbe Stunde mit ihr diskutiert habe. Ich habe jetzt die
Schnauze voll. Lea hat Schmerzen in dem bereits vorhandenen Autositz und ich mag nicht mehr warten. 6 Monate sind wohl lang genug, oder? Ich versuch jetzt schon die ganze Zeit die kleine süße
Maus zu vertrösten, wenn sie mir sagt "in dem Autositz ist es mir unangenehm, der macht aua"
Wir hatten dann wieder ausführlich Widerspruch eingelegt und heute kam Post vom Widerspruchsausschuss, natürlich ohne erneute persönliche Begutachtung und die A*** haben nun zum 4. Mal abgelehnt....
...theoretisch gesehen, müssen wir jetzt vors Sozialgericht...aber leider greift unsere Rechtschutzversicherung noch nicht, somit müssen wir uns selber vertreten...ich warte jetzt aber noch was die Lebensbrücke sagt...vielleicht gehen wir doch noch an die Öffentlichkeit...mal schauen....
Ich halte euch auf dem laufenden....
Update 15.12.2009
...so wir haben am 03.12.2009 Klage beim Sozialgericht eingereicht...jetzt heißt es abwarten. Irgendwann nach Donnerstag wird es auch noch einen Artikel in der Frankfurter Neue Presse geben