Krankenkasse


Winterfußsack für den Rehabuggy für die Liegezeit nach der großen Hüftop

Hallo zusammen,

wir haben im Juli einen Antrag auf einen Winterfußsack für den Rehabuggy gestellt. Im August bekamen wir Antwort von der Kasse, dass sie nicht ganz 80 € übernehmen und wir 125 € selbst zahlen sollen. Damit waren wir nicht einverstanden, so dass wir einen Widerspruch mit schlagkräftigen Argumenten eingelegt haben. Am Ende dieses Widerspruches habe ich direkt geschrieben, dass im Falle einer Ablehnung unseres Widerspruches die Kasse uns direkt einen Klagefähigen Bescheid schicken sollen. So ein Spielchen wie beim Autositz machen wir nicht noch einmal mit. Ich halte euch wieder auf dem laufenden :-)

Also mein Widerspruch hat gewirkt :-) Der Winterfußsack wurde im vollen Umfang genehmigt und übernommen :-)


Behindertengerechter Autokindersitz für Lea

Hallo alle miteinander,

ich dachte mir ich muss euch dass jetzt mal erzählen. Wir haben im März für Lea einen Rehaautokindersitz bei der Krankenkasse beantragt. Diesen haben wir aufgrund ihrer Skoliose, der Hyperlordose, der schweren Hyftdysplasie, des hypoplastischen Becken und der stark verkürzten Oberschenkel. Sie hat bisher schon zwei speziell angepasste Sitzkissen und den Rehabuggy um ihr das Sitzen zu erleichtern, ihre Haltung zu verbessern, einer Verschlechterung vorzubeugen und Schmerzen zu vermeiden. Aus den selben Gründen beantragten wir einen behindertengerechten Autokindersitz. (wurde natürlich auch verordnet) Anfang Juni waren wir dann beim MDK, der sich nicht einen Arztbericht anschauen wollte und irgendwie nur auf Leas linke Ferse, die zu diesem Zeitpunkt verstärkt im vorhandenen Autositz weh tat, eingegangen. Somit wurde der Autositz dann abgelehnt mit der Begründung, dass der Autositz nicht Ursache für die Schmerzen an der Ferse sei und man die
Orthesen nachbessern sollte. Daraufhin haben wir von den Orthopäden, dem Manual Therapeuten, der Bobath Therapeutin und der Frühförderin etwas bezüglich der Notwendigkeit des Autositzes schreiben
lassen. Am Montag hab ich dann mal wieder bei der Krankenkasse angerufen und die hat mir doch tatsächlich erzählt, dass der MDK schon wieder mit der selben Begründung abgelehnt habe. Oh man hab ich die am Telefon zur Sau gemacht. Sie wollte mir dann erzählen, dass sie ja keine Ärztin sei, ich hab ihr aber klar gemacht, dass wohl auch sie merken müsste, dass der MDK die ganzen Stellungnahmen nicht beachtet hat und sich nur auf diese dämliche Ferse bezieht (mit der wir gar keine Probleme mehr haben, weil Lea neue Orthesen hat) Der MDK will nicht raffen, dass der Autositz aufgrund von ganz oben genannten Faktoren verschrieben wurde. Die Tante von der AOK gibt es jetzt wohl noch mal an den MDK, nachdem ich eine halbe Stunde mit ihr diskutiert habe. Ich habe jetzt die
Schnauze voll. Lea hat Schmerzen in dem bereits vorhandenen Autositz und ich mag nicht mehr warten. 6 Monate sind wohl lang genug, oder? Ich versuch jetzt schon die ganze Zeit die kleine süße
Maus zu vertrösten, wenn sie mir sagt "in dem Autositz ist es mir unangenehm, der macht aua"

Wir hatten dann wieder ausführlich Widerspruch eingelegt und heute kam Post vom Widerspruchsausschuss, natürlich ohne erneute persönliche Begutachtung und die A*** haben nun zum 4. Mal abgelehnt....

...theoretisch gesehen, müssen wir jetzt vors Sozialgericht...aber leider greift unsere Rechtschutzversicherung noch nicht, somit müssen wir uns selber vertreten...ich warte jetzt aber noch was die Lebensbrücke sagt...vielleicht gehen wir doch noch an die Öffentlichkeit...mal schauen....

Ich halte euch auf dem laufenden....

...so wir haben am 03.12.2009 Klage beim Sozialgericht eingereicht...jetzt heißt es abwarten. Irgendwann nach Donnerstag wird es auch noch einen Artikel in der Frankfurter Neuen Presse geben.

Mitte Februar bekamen wir Post vom Sozialgericht mit einer Beweisanordnung. Es soll nun ein Gutachten in Heidelberg erstellt werden. Habe Ihnen direkt mitgeteilt, dass dieses Gutachten aufgrund von der bevorstehenenden Operation nicht vor Juni stattfinden kann.

Oktober 2010
Wir warten leider immer noch auf einen Termin wegen dem Gutachten...

Das Gutachten hat Ende Oktober 2010 stattgefunden und die Gutachter bekräftigen unsere Ausführungen.

Anfang des Jahres 2011 hat die Krankenkasse endlich eingesehen, dass sie im Unrecht sind. Es wird kein Urteil des Sozialgerichtes erfolgen, da sich die Kasse vorab mit uns einigte. Wir bekamen das Geld abzüglich des Eigenanteils von 100 € zurück überwiesen. Die Stadt Frankfurt (die uns zwischenzeitlich das Geld gab) wollte das Geld nicht zurück haben, so dass ich das Geld auf das Konto bei der Lebensbrücke überwiesen habe.

Ein gutes Ende :-)